Deckblatt für Hausarbeit und Bachelorarbeit: Angaben, Muster

Fächer & Themen LearnCastAI Redaktion · 02. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit

Deckblatt für Hausarbeit und Bachelorarbeit: Angaben, Muster

Ein Deckblatt für Hausarbeit und Bachelorarbeit nennt in der Regel Hochschule, Institut, Titel, Art der Arbeit, Betreuende, deine Person samt Matrikelnummer und das Abgabedatum. Welche dieser Angaben wirklich verlangt werden, entscheidet aber deine Hochschule: Das Deckblatt ist kein Normteil, sondern folgt den Vorgaben deines Instituts oder deiner Prüfungsordnung.

Was gehört auf das Deckblatt einer Hausarbeit?

Für die Hausarbeit gibt es keine bundesweit einheitliche Regel. Die Leitfäden einzelner Institute zeigen aber ein wiederkehrendes Muster. Typisch sind:

  • Hochschule und Institut (teils auch Fachbereich oder Fakultät)
  • Veranstaltung: Titel des Seminars, teils mit Veranstaltungsnummer, und Semester
  • Dozentin oder Dozent
  • Titel der Arbeit, gegebenenfalls mit Untertitel
  • Angaben zu dir: Name, Studiengang oder Fächerkombination, Fachsemester, Matrikelnummer, teils Anschrift und E-Mail
  • Abgabedatum

Ein Beispiel für eine solche Vorgabe stammt vom Institut für Romanische Philologie der Freien Universität Berlin: Oben links stehen untereinander der Name der Universität, des Instituts, der Titel des Seminars mit Veranstaltungsnummer und der Name der Dozentin oder des Dozenten. In die Mitte kommt der Titel der Arbeit, unten rechts folgen Name, Anschrift, Fächerkombination, Semesterzahl und Matrikelnummer. Dort steht auch ein Hinweis, der für viele Fächer gilt: Der Titel ist keine Frage, und auch der Untertitel formuliert nicht deine Forschungsfrage.

Was gehört auf das Deckblatt einer Bachelorarbeit?

Bei der Abschlussarbeit kommen meist Angaben dazu, die es bei der Hausarbeit nicht gibt. Als Beispiel gibt die Universität Hamburg in einer Deckblattvorlage für Bachelor- und Masterarbeiten folgende Felder vor: die Art der Arbeit, den Titel („wie beantragt“), „vorgelegt von“, Fakultät, Fachbereich, Studiengang, Matrikelnummer, Erst- und Zweitgutachter sowie das Datum der Abgabe. Zur Vorlage gehört außerdem eine eidesstattliche Versicherung zum Einbinden, die getrennt vom Deckblatt geführt wird.

Typisch für die Bachelorarbeit sind also:

  • Art der Arbeit (Bachelorarbeit, gegebenenfalls mit Studiengang und Abschlussgrad)
  • Titel so, wie er beim Prüfungsamt angemeldet wurde
  • Erst- und Zweitgutachtende mit akademischem Titel
  • Matrikelnummer und Studiengang
  • Abgabedatum

Muss die Matrikelnummer aufs Deckblatt?

Nicht überall, und genau das macht Verallgemeinerungen riskant. Die Professur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Informationsmanagement, an der TU Dresden schreibt in ihren formalen Richtlinien ausdrücklich: Auf der Titelseite einer Abschlussarbeit wird die Matrikelnummer nicht angegeben. Persönliche und prüfungsrelevante Informationen gehören dort allein auf die handschriftlich unterschriebene ehrenwörtliche Erklärung. Dieselben Richtlinien unterscheiden außerdem zwischen Arbeiten geringeren bis mittleren Umfangs und Abschlussarbeiten: Bei den kleineren Arbeiten werden dort Titel, Name, Abgabedatum und Kurs verlangt, bei Abschlussarbeiten zusätzlich die Art der Arbeit.

Die drei Beispiele zeigen: Dieselbe Angabe ist an der einen Hochschule Pflicht und an der anderen unerwünscht. Eine Liste aus einem Ratgeber, einem Forum oder von Kommilitonen ersetzt deshalb nie die Vorgabe, die für deine Arbeit gilt.

Wie sieht ein Textmuster für das Deckblatt aus?

Das folgende Muster ist eine neutrale Zusammenstellung der oben genannten typischen Angaben, keine offizielle Vorlage. Streiche, was deine Hochschule nicht verlangt, und ergänze, was sie fordert:

[Name der Hochschule]
[Fakultät / Fachbereich / Institut]
[Studiengang]

[Titel der Arbeit]
[Untertitel, falls vorhanden]

[Art der Arbeit: Hausarbeit im Seminar „Seminartitel“ / Bachelorarbeit]
[Hausarbeit: Dozentin/Dozent, Semester]
[Bachelorarbeit: Erstgutachter/in: Titel, Name – Zweitgutachter/in: Titel, Name]

Vorgelegt von:
[Vorname Nachname]
[Matrikelnummer – nur, wenn verlangt]
[Fachsemester, E-Mail – nur, wenn verlangt]

[Ort, Abgabedatum]

Wenn du die Vorlage deiner Hochschule hast, nimm immer sie und nicht dieses Muster. Gibt es keine, genügt ein schlichtes, zentriertes oder linksbündiges Layout in derselben Schrift wie die übrige Arbeit.

Welche Fehler passieren auf dem Deckblatt am häufigsten?

Die meisten Fehler sind keine Designfragen, sondern Zuordnungsfehler. Prüfe vor dem Abgeben:

  1. Falsche oder fehlende Angaben: Eine falsche Matrikelnummer oder ein vertauschter Name der Gutachtenden führt im ungünstigen Fall zu Rückfragen beim Prüfungsamt. Lies jede Zahl und jeden Namen einzeln gegen.
  2. Titel weicht vom angemeldeten Titel ab: Bei der Bachelorarbeit soll der Titel so lauten, wie er beantragt wurde. Hast du ihn später geändert, kläre vor der Abgabe, ob das erlaubt ist.
  3. Akademische Titel falsch oder weggelassen: Schreibe die Gutachtenden mit Titel, so wie sie auf der Anmeldung stehen.
  4. Zu viele Angaben: Adresse, Geburtsdatum oder Matrikelnummer gehören nur aufs Deckblatt, wenn sie verlangt werden. Dein Deckblatt landet im schlimmsten Fall in einem Archiv oder in einer öffentlich einsehbaren Bibliothek.
  5. Dekoration statt Information: Bilder, Rahmen und mehrere Schriftarten bringen keine Punkte. Ein ruhiges Layout wirkt sorgfältiger.
  6. Seitenzahl und Zählung: Ob das Deckblatt mitgezählt wird, regeln die Vorgaben. Die TU Dresden etwa nummeriert Titelseite und Abstract nicht. Wenn nichts vorgegeben ist, zählt das Deckblatt üblicherweise nicht sichtbar mit.
  7. Veraltete Vorlage: Institute überarbeiten ihre Leitfäden. Lade die Vorlage kurz vor der Abgabe noch einmal herunter und achte auf das Datum im Dokument.

Wie gestalte ich das Deckblatt sauber?

Wenn deine Hochschule nichts vorgibt, helfen ein paar einfache Grundsätze. Sie sind Erfahrungswerte, keine Normen:

  • Dieselbe Schrift wie im Text. Der Titel darf etwas größer oder fett sein, mehr braucht es nicht.
  • Klare Gruppen. Hochschulangaben oben, Titel in der Mitte, persönliche Angaben und Datum unten. Das entspricht dem Aufbau, den das Berliner Beispiel oben beschreibt.
  • Keine Frage als Titel. Ein Titel benennt das Thema, die Forschungsfrage gehört in die Einleitung.
  • Erklärung getrennt halten. Hamburg und Dresden führen die eidesstattliche beziehungsweise ehrenwörtliche Erklärung als eigene Seite. Sie gehört also nicht auf das Deckblatt, sondern wird gesondert eingebunden und unterschrieben.
  • Zum Schluss als PDF kontrollieren. Beim Export aus Word oder LaTeX verschieben sich Umbrüche leicht. Sieh dir die fertige Datei an, nicht nur die Bearbeitungsansicht.

Wo finde ich die Vorgaben meiner Hochschule?

Es gibt vier Stellen, an denen du fündig wirst, in dieser Reihenfolge:

  1. Die Lernplattform des Seminars oder die Seite des Lehrstuhls, oft als „Leitfaden zum wissenschaftlichen Arbeiten“ oder „Formale Richtlinien“.
  2. Die Prüfungsordnung oder das Merkblatt des Prüfungsamts, vor allem bei der Bachelorarbeit.
  3. Die Anmeldeunterlagen der Abschlussarbeit: Dort stehen Titel und Gutachtende, die du wörtlich übernimmst.
  4. Die Betreuenden selbst. Eine kurze Nachfrage vor der Abgabe kostet weniger als eine Nachbesserung.

Die Reihenfolge ist wichtig: Gibt dir die Dozentin oder der Betreuer etwas anderes vor als ein Ratgeber, gilt das, was sie oder er sagt.

Wie unterscheidet sich das Deckblatt von der restlichen Arbeit?

Das Deckblatt ist nur der Anfang. Wie du eine Hausarbeit von der Fragestellung bis zum Zeitplan aufbaust, steht in unserem Beitrag Hausarbeit schreiben: Fragestellung, Recherche, Zeitplan. Für die Abschlussarbeit mit Themenwahl, Betreuung und Struktur lohnt sich Bachelorarbeit schreiben: Thema, Zeitplan, Struktur. Und wenn nach der Abgabe noch ein Gespräch folgt, hilft das Kolloquium zur Bachelorarbeit mit den typischen Fragen. Weitere Beiträge zum Studium bündelt die Rubrik Fächer und Themen.

Wann sollte ich das Deckblatt schreiben?

Am besten als Letztes, aber nicht erst am Abgabetag. Lege dir zu Beginn eine Datei mit den festen Angaben an (Hochschule, Name, Matrikelnummer, Seminar) und ergänze Titel und Datum erst, wenn sie feststehen. So bleibt am Ende nur das Gegenlesen. Wenn du für Hausarbeiten und die Abschlussarbeit viel Material sichtest, kann dir LearnCastAI helfen, Texte in Zusammenfassungen und Lernkarten umzuwandeln. Das Deckblatt selbst nimmt es dir aber nicht ab, denn die Vorgaben deiner Hochschule kennst nur du.

Auf das Deckblatt folgt das Inhaltsverzeichnis – und damit deine Gliederung. Wie du sie aufbaust und nummerierst, erklärt der Beitrag zur Gliederung der Bachelorarbeit.

Fazit

Ein gutes Deckblatt ist schlicht, vollständig und entspricht der Vorgabe deiner Hochschule. Typisch sind Hochschule, Titel, Art der Arbeit, Betreuende, Name, Matrikelnummer und Datum, aber was davon verlangt oder sogar ausgeschlossen ist, steht in deinem Leitfaden. Für alles Weitere rund ums Studium findest du Hilfen auf der Seite LearnCastAI für Studierende.

Quellen

Häufige Fragen zu diesem Artikel

Typisch sind Hochschule, Institut, Seminartitel mit Semester, Dozentin oder Dozent, Titel der Arbeit, Name, Studiengang, Matrikelnummer und Abgabedatum. Welche Angaben verlangt werden, entscheidet dein Institut; im Leitfaden der Romanischen Philologie der FU Berlin sind es zum Beispiel zusätzlich Anschrift, Fächerkombination und Semesterzahl.

Die Hamburger Deckblattvorlage nennt Art der Arbeit, Titel, Fakultät, Fachbereich, Studiengang, Matrikelnummer, Erst- und Zweitgutachter sowie Abgabedatum. Bei anderen Hochschulen kann das abweichen, maßgeblich sind Prüfungsordnung und Leitfaden.

Das hängt von der Hochschule ab. Die Hamburger Vorlage verlangt sie, die Richtlinien einer TU-Dresden-Professur schließen sie auf der Titelseite einer Abschlussarbeit ausdrücklich aus. Prüfe deshalb die Vorgabe für deine Arbeit.

Nein. Die Beispiele zeigen ein ähnliches Grundgerüst, aber Reihenfolge und Pflichtangaben unterscheiden sich. Das Textmuster in diesem Beitrag ist eine neutrale Zusammenstellung und keine offizielle Vorlage; deine Hochschulvorlage geht immer vor.

Das regeln die Vorgaben. Die TU-Dresden-Richtlinien nummerieren Titelseite und Abstract nicht. Steht in deinem Leitfaden nichts dazu, frag bei der Betreuung nach.

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